Kompetenzgruppe Public Mental Health

Koordinator: Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Thomas Niederkrotenthaler, PhD, MMS

Kompetenzgruppe Public Mental Health / Psychosoziale Gesundheit in der ÖGPH

(Thomas Niederkrotenthaler (MedUni Wien), Benedikt Till (MedUniWien), Ellenor Mittendorfer-Rutz (Karolinska Institutet), Gerlinde Rohrauer-Näf (Gesundheit Österreich GmbH), Alexander Grabenhofer-Eggerth (Gesundheit Österreich GmbH))

Psychosoziale Gesundheit ist ein unverzichtbarer Bestandteil menschlichen Wohlbefindens auf gesellschaftlicher wie individueller Ebene, dennoch ist die fundierte nachhaltige Auseinandersetzung mit psychosozialen Dimensionen von Gesundheit und Krankheit in Forschung, Praxis und Politik auch in Österreich noch keine Selbstverständlichkeit. Konsistent mit der wachsenden Bedeutung von psychischen Erkrankungen für die Bevölkerung und für Gesundheitssysteme und übereinstimmend mit internationalen Entwicklungen gibt es gegenwärtig jedoch vielversprechende Bemühungen, Mental Public Health einerseits verstärkt in Public Health Fragestellungen zu integrieren, und anderseits als notwendigen eigenständigen Fokus zu positionieren.

Im österreichischen Rahmen-Gesundheitsziel 9 „Förderung psychosozialer Gesundheit bei allen Bevölkerungsgruppen“ wird ein besonderes Augenmerk auf die Wechselwirkung psychosozialer Gesundheit mit akuten und insbesondere chronischen Erkrankungen gelegt, sowie auf die Bedeutung von Gewalt- und Suchtprävention eingegangen. Auch das Österreichische Nationale Suizidpräventionsprogramm (SUPRA), das bei der ÖGPH Jahrestagung in St. Pölten sowohl forschungs- als auch präventionsbezogen vorgestellt und diskutiert wurde, bildet einen wesentlichen gegenwärtigen Fokus psychosozialer Präventionsanstrengungen, der auf eine nachhaltige Auseinandersetzung mit Mental Health Fragestellungen innerhalb der österreichischen Public Health Landschaft hoffen lässt.

Aufbauend auf diese Entwicklungen ist es an der Zeit, die Vernetzung von mit psychosozialen Fragestellungen Arbeitenden oder an solchen Interessierten auch innerhalb der ÖGPH weiter voran zu treiben. An Arbeit mangelt es nicht: Stigmatisierungen psychischer Erkrankungen, Missverständnisse und Mythen rund um psychische Gesundheit und Behandlung, effektives Ansprechen von Zielgruppen in Sucht- und Suizidprävention, Optimierung von Versorgungsstrukturen, Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen am Arbeitsmarkt, Initiativen zur adäquaten Berichterstattung über psychische Gesundheit und Krankheit, sowie Angebote für Angehörige sind nur einige von vielen hochaktuellen Themenkreisen, von deren kontinuierlichen Bearbeitung in Public Health Forschung wie Praxis die psychosoziale Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher mit abhängt: Wir laden daher alle Ineressierten herzlich ein, diese Chance zur Vernetzung zu nutzen, und sich an der Arbeitsgruppe zu beteiligen!

Der erste Schritt in der gemeinsamen Arbeit wird eine Erhebung von aktuellen Präventions- und Forschungsprojekten der mitwirkenden ÖGPH Mitglieder im Bereich Mental Health sein, um einen Überblick über derzeitige Mental Health Expertisen und Schwerpunkte innerhalb der ÖGPH zu erhalten. Darauf aufbauend können sowohl Vernetzungen für Forschungs- als auch Präventionsprojekte vorangetrieben werden, beispielsweise in Form von einander ergänzender Abstract- Einreichungen für ÖGPH und andere Konferenzen. Als wichtiges Tool zur Reflexion des Arbeitsprozesses und zur Setzung von Schwerpunkte sollen Arbeitsgruppenmeetings z.B. im Rahmen der jährlichen ÖGPH Konferenzen etabliert werden.

Wir laden Sie in diesem Sinn nochmals herzlich ein, an der Arbeitsgruppe mit zu wirken. Um in den Email-Verteiler der Arbeitsgruppe aufgenommen zu werden senden Sie bitte eine Email an thomas.niederkrotenthaler@meduniwien.ac.at